Wir trafen uns in diesem Jahr zum zweiten Mal im ersten Stock des neuen Dresdner Stadtforums in einem angenehm farbig gestalteten Raum und der angrenzenden weitläufigen, bequemen Lounge mit Sofas und einer großen Fensterwand. Zu Beginn gab es eine Vorstellungsrunde und einen Einstieg mit der Frage: "Was hat euch heute zum Lächeln gebracht?"
Una hielt danach einen Impulsvortrag über das Thema "Veränderung".
Häufig haben wir es im Leben mit großen und kleinen Veränderungen zu tun, denen wir eventuell ratlos oder sogar überwältigt gegenüberstehen. Das können negative, neutrale oder sogar positive Veränderungen sein, die Hilflosigkeit aufkommen lassen oder sogar Ängste auslösen.
Una unterschied zwischen verschiedenen Phasen, die man bei Veränderungsprozessen emotional bewältigen muss. Wir diskutierten darüber, dass nicht immer alle Phasen deutlich wahrnehmbar auftreten und manchmal einige Phasen länger als andere dauern können. In der Regel sei es so, sagte Una, dass in den letzten Phasen der "Akzeptanz", des "Loslassens" und der "Neuentstehung", der emotionale Berg der Veränderung überschritten ist und wir möglicherweise für die nächste Veränderung besser gerüstet sind.
Nach dieser Einführung teilten wir uns in Zweiergruppen auf und erzählten von unseren eigenen anstehenden und vergangenen Veränderungen. Dabei ging es meistens über berufliche Veränderungen wie Jobverlust, Firmenwechsel, Studium oder Projekte, aber auch über Familie. Wir sprachen über erlebte Emotionen, die diese Veränderungen in uns ausgelöst haben, ob etwas Gutes daraus entstanden ist und was wir daraus gelernt haben (zum Beispiel über Stressbewältigung).
Am Ende breitete Una eine ihrer "Wunschlandkarten" aus und lud uns ein, sich den Ort aussuchen, an dem man selbst gerade sei oder an den man gern hinmöchte. Da gab es zum Beispiel Orte: wie "Da geht noch mehr" und "Anerkennung" oder Gewässer: wie "Stilles Fahrwasser" und "Meer der Veränderung" sowie Inseln: wie "Zu Früh" und "Zu spät".
Es war interessant zu beobachten, wie Wunschlandkarten dabei unterstützen können, vor sich selbst versteckte Wünsche und Befindlichkeiten zu verdeutlichen. Oder diese im geschützten Rahmen vor anderen Menschen zu äußern.
Zur Veranschaulichung eine Beispielkarte aus dem Internet:
Eine Buchempfehlung war "Selbstmitgefühl" von Kristin Neff.
Empfehlungen für Handy-Apps waren Balloon und Calm. Beides sind Apps mit deutschsprachigen Inhalten zum Meditieren mit jeder Menge Extras. Balloon wird anteilig sogar von der Krankenkasse finanziert.
Ich möchte noch eine Podcastfolge der Reihe "Besser Leben" verlinken: "Was kann ich tun, wenn ich keinen Sinn im Leben spüre?" Dort geht es unter anderem auch um Veränderungen, die solche Sinnfragen hervorrufen.
(Rico)