Samstag, 4. Juli 2026

Veranstaltungsprogramm zur neuen Ausstellung zu Wochenkindern in Gera und Erfurt

Wir hatten es vor einigen Wochen hier im BLOG schon angekündigt (weiterlesen hier): Es wird neue Ausstellungen des Wochenkinder e.V. zu Wochenkrippen in Gera und auch zu Wochenheimen in Erfurt geben. 

Sie knüpfen zum Teil an die Dresdner Ausstellung "ferne nähe" an (weiterlesen hier), sind als Wanderausstellung konzipiert und werden im Anschluss durch Deutschland touren. Zu beiden Events ist ein umfangreiches Rahmenprogramm von Wochenkrippenforscherin Heike Liebsch geplant.


Save the Dates!


Dienstag, 15.09.2026, 18:00 in Gera
Ort: METROPOL Kino Gera, Leipziger Straße 24, 07545 Gera
Thema: Filmvorführung (im Rahmen der Dok-Filmwochen): „Wenn Mutti früh zur Arbeit geht“ mit anschließendem Gespräch mit Amina Gusner und Stefanie Knorr

 

Mittwoch; 07.10.2026; 17:00 Uhr in Gera
Ort: Amthor-Passage (Erdgeschoss), 07545 Gera, Sorge 9-11, auch über die Adresse Amthordurchgang erreichbar
Thema: Vernissage „Wochenkinder der DDR“ – Wanderausstellung des Wochenkinder e.V. inkl. Kunstausstellung mit anschließendem Podiumsgespräch
ReferentInnen: Heike Liebsch (Moderation), Cornelia Grasme und zwei KünstlerInnen aus der Ausstellung

 

Sonntag, 11.10.2026, 14:00 Uhr in Erfurt
Ort: Universität Erfurt, URMZ; Gebäude C21 - Kommunikations- und Informationszentrum (KIZ), Foyer; Nordhäuser Str. 63, 99089 Erfurt
Eintritt: frei
Thema: Eröffnung der Ausstellung „Wochenheime in Thüringen“
Vorstellung der Forschungsarbeit von Studentinnen der Fakultät Erziehungswissenschaft an der Universität Erfurt
Veranstalterin: Universität Erfurt

 

Mittwoch; 28.10.2026; 18:00 Uhr in Gera
Ort: Kaiserwerke Gera, Rudolf-Diener-Straße 4, 07545 Gera
Thema: Filmbeitrag „Wenn die Eltern Fremde sind“ mit Buchvorstellung „Wochenkinder in der DDR“
Referentin: Heike Liebsch (Vortrag), Frank Karbstein (Moderation)
Veranstalterin: Gedenkstätte Amthordurchgang, Wochenkinder e.V. 

 

Mittwoch, 04.11.2026 (noch unsicher)
Ort: Universität Erfurt, URMZ; Gebäude C21 - Kommunikations- und Informationszentrum (KIZ), Foyer; Nordhäuser Str. 63, 99089 Erfurt
Eintritt: frei
Thema: Podiumsgespräch zum Thema der Wochenkinder
Im Podium: Alexander Teske (Moderation); Prof. Florian von Rosenberg; Dr. Peter Wurschi, Cornelia Grasme, Heike Liebsch (angefragt)
Veranstalterin: Universität Erfurt

 

Sonntag; 15.11.2026; 18:00 Uhr in Gera
Ort: Clubzentrum Comma, Heinrichstraße 47, 07545 Gera, am Südbahnhof Gera
Thema: Theaterprojekt „Winterkind - made in GDR“ von und mit Lykke Langer 

 

Mittwoch; 18.11.2026; 18:00 Uhr in Gera
Ort: Stadt- und Regionalbibliothek Gera, Puschkinplatz 7a, 07545 Gera
Thema: Lesung "Simone"
ReferentIn/AkteurIn u.ä.: Anja Reiche (+Frank Karbstein als Moderator)
Veranstalterin: Stadtbibliothek Gera, Gedenkstätte Amthordurchgang

 

Die Termine sind auch unter: https://www.wochenkinder/kalender zu finden.

 

Freitag, 3. Juli 2026

Kreativgruppe "WG 6", 03.07.26

 .... es ist Sommerzeit, hast Du Dir schon einmal selbst eine gestaltete Urlaubskarte geschrieben?


Wie drückt sich Deine aktuelle Wut aus? Verdammt, wer sind Deine Kuckuckseltern? Gehörst Du zu den "Otrovertierten"? 




Warum lieber eine klare Struktur, statt es weich ineinander fließen zu lassen?





Welche "Goldenen Momente" schaffst Du Dir?




Beeinflussen wir uns im Tun etwa gegenseitig?



Sehen wir uns in einem Monat wieder: am 7. August ...?! 

Dienstag, 30. Juni 2026

Unsere Regeln für unsere SHG-Treffen

Folgende Absprachen sind für unsere Präsenztreffen verbindlich:

  1. Bitte sei pünktlich! Zwei Stunden sind kurz, und wir wollen die Zeit gut nutzen.
  2. Absagen bitte sofort per E-Mail, falls du verhindert bist. Meist gibt es eine Warteliste.
  3. Wenn du ansteckend krank bist, bleib bitte zu Hause.
  4. Bitte stelle Dein Handy lautlos oder aus, bevor wir starten.
  5. Wir lassen einander ausreden. JedeR bringt eigene Erfahrungen mit.
  6. JedeR spricht von sich selbst. Ungefragte Ratschläge vermeiden wir.
  7. Wir achten auf ausgewogene Redezeiten, damit alle gehört werden können.
  8. Die Moderation kann ggf. mit Klangschale oder Zeichen begrenzen (z. B. auf 3 Minuten bei der Vorstellungsrunde).
  9. Alles, was besprochen wird, bleibt im Raum. Wir behandeln Inhalte vertraulich.
  10. Wir leisten keine Therapie.
  11. Störungen haben Vorrang, z.B. Fenster, Pausen o. Ä.


Technisches:

Unsere Einladungen über dresden@wochenkinder.de werden grundsätzlich im bcc-Verfahren versendet (Datenschutz). Ein Weiterleiten unserer E-Mails an Dritte ist nur nach persönlicher Rücksprache mit dem Absender erlaubt.





"Qigong im Freien" - Selbsthilfe-Impulse zur Vertiefung

als Handreichung zu unserem diesjährigen Qigong-Sommerangebot, weiterlesen hier

"Wurzeln finden, Spielräume entdecken & Sanftheit genießen"


Diese drei Erlebnisimpulse aus dem Qigong laden Dich ein, liebes ehemaliges Wochenkind, den eigenen Körper wieder als Erfahrungsraum zu entdecken, jenseits von „Leistung“, Bewertung oder Erwartungsdruck. Sie lassen sich auch als zusammenhängender Weg verstehen: Wurzeln finden Spielräume entdecken Sanftheit genießen.


Dieser Weg ist eigentlich sehr einfach und empfiehlt sich deshalb zur Weiterführung in Deinem Alltag:


Qigong kann Dich dabei unterstützen:

  • wieder Kontakt zum eigenen Körper aufzunehmen
  • Spannungs- und Ruhezustände bewusster wahrzunehmen
  • Beweglichkeit im Alltag (körperlich und innerlich) zu fördern


Die folgenden Impulse dienen als erste Inspiration und Vertiefung für die nächsten Wochen.


1. Wurzeln finden (Kostprobe am Mittwoch: 08. Juli: 17.00-18.00 Uhr)


Themen: Stabilität, Kontakt, Vertrauen


Erleben von Stand, Erdung und innerer Aufrichtung. Die Aufmerksamkeit liegt auf dem Kontakt zum Boden, der eigenen Stabilität und dem Gefühl des Getragenseins.


Selbsthilfe-Impulse für den Alltag

  • Mehrmals täglich kurz innehalten:  Das Gewicht bewusst in die Füße sinken lassen
  • Beim langsamen oder zügigen Gehen: Die Fußsohlen, den Bodenkontakt und Gewichtsverlagerungen wahrnehmen
  • In belastenden Situationen: Die Aufmerksamkeit bewusst auf den Atem und in den Körper lenken
  • Sich innerlich fragen: „Was trägt mich gerade?“

Wichtig! Stabilität entsteht oft nicht durch Anspannung, sondern durch spürendes, dosiertes Loslassen.


2. Spielräume entdecken (Kostprobe am Mittwoch: 15. Juli: 10.00-11.00 Uhr)


Themen: Beweglichkeit, Möglichkeiten, innere Freiheit


Erkundung von Bewegungsspielräumen: Richtungswechsel, Gewichtsverlagerungen, Variationen im Stand und in der Bewegung.


Selbsthilfe-Impulse für den Alltag

  • Alltagsbewegungen bewusst und spielerisch verlangsamen (Aufstehen, Gehen, Drehen)
  • Kleine Variationen ausprobieren: andere Wege gehen, anders sitzen, stehen oder liegen
  • Kurz innehalten und spüren: „Welche andere Möglichkeit hätte ich gerade?“
  • Körperliche Spannungen freundlich wahrnehmen, ohne sie sofort „lösen“ zu müssen

Wichtig! Spielräume ergeben sich von selbst, wo kein unmittelbarer Druck zur Veränderung besteht.


3. Sanftheit genießen (Kostprobe am Mittwoch: 26. August 2026: 17.00-18.00 Uhr)


Themen: Weichheit, Nachgeben, Regeneration


Verlangsamung der Bewegung, Reduktion von Kraft, Hinwendung zu Weichheit und innerer Ruhe.


Selbsthilfe-Impulse für den Alltag

  • Situationen bewusst langsamer beginnen (kein sofortiges Reagieren)
  • In Pausen den Körper bewusst „fallen lassen“ statt aktiv zu entspannen
  • Sanfte und langsame Bewegung bevorzugen (Spazieren, Dehnen, ruhiges Atmen)
  • Sich liebevoll erlauben, nichts leisten zu müssen

Wichtig! Langsamkeit & Sanftheit sind keine "Schwäche", sondern Formen der bewussten Zuwendung, Regulation und Selbstfürsorge.


Qigong als "Präventionskurs" 


Qigong ist als anerkannte Methode zur Stressreduktion und Gesundheitsförderung im Rahmen von Präventionskursen nach §20 SGB V in vielen Fällen förderfähig.


Wenn Du also Qigong oder andere Entspannungsverfahren (z.B. Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Yoga, MBSR) gemeinsam in einer Gruppe erlernen und in Deinen Alltag integrieren möchtest, kannst Du jederzeit bei den gesetzlichen Krankenkasse einen entsprechend zertifizierten, regelmäßigen Präventionskurs erfragen und buchen. 


Für weitere Fragen stehe ich Dir gern zur Verfügung, 

Cornelia, 👉 dresden@wochenkinder.de


Sonntag, 28. Juni 2026

Einladung zu Selbsthilfe-Workshop "Ausdrucksmalen", 18.07.26 in Dresden

„Wer bin ich heute? - Wer öffnet mir die Tür, wenn ich bei mir selbst anklopfe?“

Liebe Wokis,

wir laden Euch herzlich zu einem besonderen Sommer-SHG-Treffen des "Ausdrucksmalens" ein.


Wann: Sa, 18.07.2026, 15:00-17:00 Uhr, Treffzeit 14:45 Uhr. Wir bitten um pünktliches Erscheinen!

Wo: in Dresden-Blasewitz, Nähe "Programmkino Ost", genaue Anschrift wird nach Anmeldung bekanntgegeben.


Unter Begleitung der Kunsttherapeutin Gabriele Max begeben wir uns gemeinsam in einen Prozess, bei dem nicht das schöne Bild im Mittelpunkt steht, sondern die Freude am Gestalten, das Vertrauen in die eigene Kreativität und die Begegnung mit sich selbst. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.


Dieser Kurs wird von der AOK gefördert und ist kostenfrei. Um eine Gebühr von 3,50 € für die Materialien wird vor Ort gebeten.


Teilnehmeranzahl max. 12 Personen. Anmeldungen noch möglich bis 12.07. 👉 dresden@wochenkinder.de



Inhaltlich orientiert sich der Workshop am Gedanken des Point Zero Painting der französisch-amerikanischen Künstlerin Michele Cassou. Für Neugierige und Interessierte lohnt sich ein Blick in ihr Buch „Point Zero – Entfesselte Kreativität“, erschienen im Aurum Verlag. Es ist das Grundlagenwerk ihrer Methode und lädt dazu ein, Kreativität als einen lebendigen Weg des Entdeckens zu verstehen. 




Freitag, 19. Juni 2026

Zusammenfassung des Zoom-Treffens zum Thema "Vertrauen" (23.04.26)

Aus unserer Angebotsreihe Wochenkinder Sachsen

Zu Beginn des Treffens stellten wir uns vier Fragen: Ob wir uns selbst vertrauen, ob wir jemanden kennen, dem wir blind vertrauen, ob man Vertrauen lernen und weitergeben kann und wem wir im Moment unser größtes Vertrauen schenken. Einige berichteten, dass Selbstvertrauen für sie eine Art Intuition sei, das jedoch ständig weiter entwickelt werden müsse. Andere sprachen über Vertrauen in ihre Kinder oder Familienmitglieder. Manche erleben wechselnde Phasen von Vertrauen und Misstrauen sowie von Selbstvertrauen und Selbstmisstrauen.

Mehrere Teilnehmende beschrieben, dass Vertrauen lernbar sei. Manche gaben an, Vertrauen in kleinen Schritten zu vergeben und auszuhalten, um es nach und nach erweitern zu können. Gleichzeitig erzählten einige, dass sie früher Vertrauen gegeben hatten und enttäuscht wurden. In manchen Familien wurde vermittelt, dass die eigenen Gedanken oder Handlungen falsch seien oder dass man nicht dazugehöre. Die meist zu spät vermittelte „Wochenkrippen-Nachricht“ hat bei einigen das Vertrauen in die Eltern stark beschädigt, zumal sie zusätzlich von Außenstehenden wenig Verständnis erhielten. Auch das Vertrauen in Therapeutinnen, Therapeuten und Therapiegruppen ist teilweise begrenzt.

Es wurde betont, dass Vertrauen durch positive Erfahrungen wachsen kann, aber nicht leichtfertig vergeben werden sollte. Einige berichteten von übermäßigem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten oder in Kinder und Partner, die eventuell nicht gerechtfertigt war. Gleichzeitig gibt es Situationen, in denen Selbstmisstrauen entsteht, besonders unter Druck oder im Beisein von Autoritätspersonen. In diesem Zusammenhang wurde auch Gaslighting erwähnt, also das Erleben, durch das Einwirken von Personen an sich selbst zu zweifeln. Manche trauen sich selbst nicht, weil sie ein negatives Selbstbild haben und Schwierigkeiten, etwas Positives über sich zu sagen.

Das Entdecken eigener guter Seiten sei hier hilfreich: Den positiven Aspekten könne man eher vertrauen, den negativen weniger. Ein vermindertes Selbstwertgefühl führt oft dazu, dass die Aussagen anderer Menschen als besonders wichtig erlebt werden. Manche fühlen sich dadurch klein, verletzlich, ausgeliefert und neigen dazu, sich anzupassen und den eigenen gesunden Menschenverstand zurückzustellen. Einige äußerten auch Skepsis gegenüber Menschen mit sehr großem Selbstvertrauen.

Zum Vertrauen in andere gehört für viele Mut. In engen Beziehungen wird Vertrauen teilweise als gefährlich empfunden. Manche sagten, sie könnten Vertrauen geben, vertrauten aber dennoch fast niemandem, was einen starken inneren Widerspruch aufzeigt. Es wurde ein hoher Anspruch an Loyalität, Verschwiegenheit und Privatsphäre beschrieben, sowie die Angst vor Bloßstellung. Einige berichteten, Bloßstellung bereits in Partnerschaften erlebt zu haben.

Einige Teilnehmende erzählten, dass die Arbeit mit Kindern hilfreich sei, da Kinder unverfälscht und oft sehr vertrauensvoll sind. Manche möchten auch in Partnerschaften Vertrauen geben, erleben jedoch, dass der Partner dieses Vertrauen nicht als solches wahrnimmt. Die Wahrnehmung von Vertrauen unterscheidet sich also.

(Rico)

Veranstaltungsprogramm zur neuen Ausstellung zu Wochenkindern in Gera und Erfurt

Wir hatten es vor einigen Wochen hier im BLOG schon angekündigt ( weiterlesen hier ) : Es wird neue Ausstellungen des Wochenkinder e.V. zu W...