Am 19.09.2026 trafen wir uns wieder im Dresdner Stadtforum. Zuerst gab es eine kleine Aufwärmrunde mit der Frage: "Welches Getränk wärst du heute gern?"
Für die nächsten Abschnitt hatten wir vereinbart, Baby- und Kinderfotos mitzubringen oder Erinnerungsstücke an die Kinderzeit. Wir teilten uns in kleine Gruppen, die sich teils im Konferenzraum, teils in der Lounge niederließen. Manche hatten nur ein oder zwei Fotos, andere ganze Fotoalben, welche die Eltern zusammengestellt hatten. Nun tauschten wir unsere Eindrücke über die Fotos aus, den eigenen Eindruck und den Eindruck von Außenstehenden. Sah das Kind auf dem Foto zufrieden aus oder gar ärgerlich oder ängstlich? Wirkten die Eltern zugewandt oder abgewandt? Gab es Körperkontakt zwischen Kind und Elternteil?
Im dritten Teil des Treffens versuchten wir, uns an schöne Erlebnisse und Erinnerungen aus unserer Kindheit zu erinnern. Dabei stellte es sich heraus, dass es gar nicht so einfach war, sich an Schönes zu Erinnern, ohne nicht auch Negatives hervorzukramen. Hier nun eine Liste der schönen Erinnerungen;
- Feiertage, Urlaub mit den Eltern (diese hatten dann mehr Zeit und waren ausgeruht)
- Ostseeurlaub, Camping, Tiere (zum Beispiel Pferde)
- In Bewegung sein: mit dem Motorrad gefahren werden, Roller fahren, Fahrradfahren lernen, Reiten, Schlittschuhlaufen, Tanzen
- Bibliotheken, durch Bücher in Fantasiewelten eintauchen
- eventuell liebevolle Großeltern und Urgroßeltern, die verwöhnen und aufpassen (Stichwort: "Lieblingsenkelkind" (intelligent, angepasst und ruhig))
- draußen sein, im Zoo, im Schwimmbad, Wandern
- mit den Geschwistern oder den Kindern aus der Nachbarschaft draußen Sachen unternehmen
- Kindergarten mit freundlichen Erzieherinnen, eventuell in der Natur oder mit großem Spielplatz
- Ferienlager, Betreuung durch freundliche Erwachsene, Gruppenzugehörigkeit und viel Freiheit.
- Hobbies, Basteln, Fotografieren
- Zurückweisung durch die Eltern
- Alleinsein im Kinderzimmer
- Heimweh im Ferienlager
- geistig und körperlich abwesende Eltern, für die die Arbeit wichtiger war als ihr Kind
- unangenehme, bestrafende Lehrer
- knappe finanzielle Mittel "zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel"